26. September 2014

Projekt-Abschlusspräsentation:
Ergebnisse von Naturgefahren ohne Grenzen (Natural Hazards without Frontiers / NH-WF)


Organisation des Projektes

Leadpartner: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Projektpartner: Lawinenwarndienst Kärnten sowie aus Slowenien Geografski inštitut Antona Melika (GIAM) und Geodetski inštitut Slovenije (GIS)

Projekt-Dauer: 2011 bis 2014.


Ergebnisse des Projektes

Lawinenkurse

Während der Projektlaufzeit wurden gemeinsame grenzüberschreitende Ausbildungen zum Thema Schnee- und Lawinenkunde durchgeführt. Zwei Workshops fanden auf der Selenicahütte (SLO) und eine Veranstaltung fand auf der Turrach (AUT) statt. Insgesamt waren mehr als 200 Teilnehmer/innen bei diesen Kursen. Gezeigt und geübt wurden die aktuellste Methoden zur Beurteilung der Lawinengefahr, der Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) und Methoden zur erfolgreichen Kameradenrettung (LVS-Suche, Sondierung, Einsatz von Lawinenhunden). Weiters wurden neuste Sicherheitsausrüstungen vorgestellt.

Erstmals Lawinenlageberichte für den gesamten Karawanken-Raum

Ein weiterer Schwerpunkt im rahmen des Projektes NH-WF war die Erstellung von speziellen Lawinenlageberichten für die Karawanken. Dafür wurden automatische, hochalpine meteorologische Station in den Karawanken gebaut und in das vorhandene Messnetz eingebunden. Nur dank aller Partner des NH-WF Teams konnten die neuen Wetterstationen am Hochstuhl (AUT), der Koschuta (SLO) und bei der Selenitza Hütte (SLO) erfolgreich installiert gebaut werden. Weiteres wurden zwei Livebildkameras installiert: eine am Selenitzasattel (SLO) mit Blick in Richtung Selenitzahütte und eine in Zellpfarre (AUT) mit Blick in Richtung Hochobir. Das gesamte Weather-Monitoring-System ist auf der Projekthomepage öffentlich zugänglich: www.natural-hazards.eu .

Die meteorologischen Stationen im Gebirge unterstützten die Lawinenprognostiker bei der Arbeit. Für das Produkt Lawinenlagebericht wurden folgende Parameter miteinbezogen: Schneedeckenuntersuchungen, Wetterprognose, Beobachtungen im Gelände, Beobachtungen der Web-Cams.

Aufbau und Wartung der Wetterstationen sowie das Betreiben des Wetter-Monitoring-Systems gestalteten sich während der Wintersaison 2013/14 wegen der überdurchschnittlich großen Schneemengen als sehr arbeitsintensiv. Die Messstation Selenitzahütte, musste mehrfach vom Schnee freigeschaufelt werden, da sie  völlig eingeschneit war.

Der erste transnationale Lawinenbericht der Wintersaison 2012/13 wurde im Saisonbericht der österreichischen Lawinenwarndienste veröffentlicht

Das Projekt NH-WF schaffte zum ersten Mal, dass slowenische und österreichische Organisationen (GIAM, GIS, ARSO, Mountain Rescue Service of Slovenia, ZAMG, LWD Kärnten) gemeinsam einen Rückblick der Lawinensaison 2012/2013 erstellten. Dieser Bericht kann von allen österreichischen Lawinenwarndiensten angefordert werden bzw. auch von der Projekthomepage geladen werden. Der slowenische Beitrag wurde im Kapitel des Projektpartners LWD Kärnten veröffentlicht.

Gefahrenhinweiskarte Steinschlag in den Mittleren Karawanken

Weiters wurde im Rahmen von NH-WF eine Gefahrenhinweiskarte für Steinschlag in den Karawanken erstellt. Diese Karten werden den lokalen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt und können von allen Projektpartnern genutzt werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Um für das Thema Naturgefahren zu sensibilisieren, wurde im Rahmen von NH-WF auch intensiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Über das Projekt wurde in zahlreichen österreichischen und slowenischen Print-,  Online-, Radio- und Fernseh-Medien berichtet (ua. ORF). Weiters wurden Ergebnisse beim internationalen Snow Science Workshop in Grenoble (Frankreich), beim  Trilateral Symposium Natural Disasters in Slovenia in Ljubljana und bei der Tagung der deutschsprechenden Lawinenwarndienste in Kärnten präsentiert.

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